Ostthüringen als Landschaftsraum im Museum für Naturkunde Gera

Event: Ausstellung Ostthüringen als Landschaftsraum – Geologie, Flora und Fauna in Museum für Naturkunde, Nicolaiberg 3, 07545 Gera on 18. März 2026

Datum und Uhrzeit

18. März 2026 11:00 Uhr

Veranstaltungsort

Museum für Naturkunde, Nicolaiberg 3, 07545 Gera

Tickets

6,00

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Ostthüringen als Landschaftsraum: Erdgeschichte, Artenvielfalt und Raumpoesie

Diese Ausstellung im Museum für Naturkunde Gera entfaltet Ostthüringen als lebendigen Landschaftsraum: von geologischen Schichten über Flora und Fauna bis zu sensibel kuratierten Dioramen. Ein Kunsterlebnis der Naturkunde, das Werkbetrachtung, ästhetische Erfahrung und regionale Erinnerung verbindet.

Geologie als Bühne: Vom Permmeer bis zur Eiszeit

Zu Beginn prägt Erdgeschichte die Ausstellungsatmosphäre. Anschauliche Fossilien erzählen vom Zechsteinmeer des Perm, konglomeratische Ablagerungen werden zu lesbaren Landschaftscodes. Ein lebensgroß rekonstruiertes Wollhaarnashorn verweist auf die Weichsel-Kaltzeit; das berühmte, in Pohlitz geborgene Skelett gilt als vollständigstes artikuliertes Exemplar Deutschlands. Die Lindenthaler Hyänenhöhle öffnet Einblicke in ökologische Nischen der Vorzeit.

Landschaftsräume in Dioramen: Sinnliche Ökologie

Zwischen Saale und Weißer Elster führen präzise kuratierte Dioramen durch Fließgewässer, Teichlandschaften und Waldgesellschaften. Die Plothener Teichplatte erscheint als Freirauminstallation mit Blick vom nachempfundenen Beobachtungsturm: Rohrdommel, Kammmolch, Teichrose. In der Saale-Sandsteinplatte verdichten sich Mykorrhiza-Bezüge, Baumarten und trophische Kreisläufe. Ein Muschelkalkhang mit Orchideen wie Bienenragwurz und der geschützte Frauenschuh entfaltet botanische Feinheiten; ein Uhu-Paar setzt eine markante Akzentuierung der Raumwirkung.

Kulturfolger und Stadtbiotope

Städte und Dörfer erscheinen als gestaltete Lebensräume: Dachböden, Mauern, Grünanlagen, Streuobstwiesen. Rotfuchs, Dachs, Reh und Wildschwein treten als Protagonisten einer modernen Naturkultur auf. Die dramaturgische Kuration knüpft an museumpädagogische Vermittlung an und verknüpft Artenkenntnis, Naturschutz und regionale Identität.

Bildung und Vermittlung: Forschen, Lernen, Staunen

Die Ausstellung rahmt sich durch regelmäßige Öffnungszeiten, Führungsmöglichkeiten und Angebote der Museumspädagogik. Kinder und Jugendliche entdecken Biotope, Fossilien und Tierpräparate mit klaren Lernzielen; Erwachsene vertiefen geologische Epochen, Biodiversität und Ökosystemleistungen – ein Beispiel für gelungene kulturelle Bildung.

Fazit

Wer Naturkunde als ästhetische Erfahrung sucht, findet hier eine konzentrierte, quellengestützte Schau: erdgeschichtliche Narrative, präzise Dioramen, starke Originale. Besuchen Sie diese Ausstellung und erleben Sie, wie Ostthüringen als Landschaftskunstwerk verständlich, berührend und zukunftsweisend wird.

Offizielle Kanäle von Museum für Naturkunde Gera:

Quellen:

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